Führerschein bußgeld

Als Autofahrer kennen Sie die Gefahr. Schon jeder Führerschein Neuling wird darauf hingewiesen: Auto fahren wird immer teurer. Bußgelder im Straßenverkehr sind keine Seltenheit. Fast scheint es so, als müsse man mit dem Führerschein Bußgeld als notwendige Begleiterscheinung in Kauf nehmen. Denn Kommunen planen Bußgeldeinnahmen schon fest im Jahreshaushalt ein. Und nicht nur das, sondern das Geschäft mit Falschparkern in den Innenstädten ist so lukrativ, dass die Gemeinden immer neue Kontrolleure einstellen. Sie argumentieren mit dringend benötigten Einnahmen und der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Doch geben diese Tatsachen Kritikern Argumente an die Hand für die Behauptung, dass es den Kommunen nicht primär um die Lösung der Verkehrsprobleme gehe, sondern dass hier eine Umverteilung zu Lasten der Autofahrer verschleiert werde. Doch es geht noch weiter: nicht nur Führerschein Bußgeld wird verhängt, sondern auch Radfahrer in der City sind 'dankbare' Adressaten für ein paar Euro Ordnungsstrafe.

Hand aufs Herz: Kennen Sie die StVO und das Ordnungswidrigkeitengesetz (OWiG) aus dem Effeff? Nein? Aber Sie gehören dennoch zu den Autofahrern, die sich auf der Straße sicher fühlen? Vermutlich zu Recht. Auf der Autobahn oder im Großstadt-Dschungel kommen die meisten besser zurecht als im Paragraphendschungel.

Allein die Führerschein Bußgeld-Verordnung bringt es gedruckt auf über 160 Seiten. Es könnte zu denken geben, dass solch eine Schrift den Titel "Bußgeldkatalog auf einen Blick" trägt. Der Verdacht liegt nahe, dass, wer es denn mal genauer wissen will oder muss, sich für die ausführliche Darstellung ein Regal im Bücherschrank freiräumen muss.

Ein nüchternes Ergebnis stellt die ausufernde Regulierungswut im Straßenverkehr in ein zweifelhaftes Licht: Im EU Vergleich schneidet Deutschland weder in der Unfallstatistik noch im Parkverhalten in den Innenstädten signifikant besser ab als andere Mitgliedsstaaten.

Wann wird gegen Führerschein-Besitzer Bußgeld verhängt? In geschlossenen Ortschaften bei einer Geschwindigkeitsübertretung bis 10 km/h beträgt das Ordnungsgeld 15,- EUR. Dann geht es gestaffelt bis 425,- EUR, 4 Punkte in Flensburg und bis zu 3 Monate Fahrverbot. Allerdings müssten Sie für diese Strafe die Geschwindigkeit schon um mehr als 70 km/h überschreiten. Außerhalb von Ortschaften sind die Bußgelder ähnlich gestaffelt.

Auch wenn Sie den Sicherheitsabstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterschreiten, bei nicht ordnungsgemäßem Überholen, wenn Sie falsch parken oder halten, wenn Sie beim Grünen Rechtsabbiegepfeil falsch abbiegen ... usw. usf. - Dann droht jedem Autofahrer ein Führerschein Bußgeld. Und das ist erst ein kleiner oberflächlicher Ausschnitt der Möglichkeiten.

Kommen Alkohol oder gar Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer zu einer der vorgenannten Ordnungswidrigkeiten dazu, dann sind zusätzliche Strafen fällig.

Als Autofahrer haben Sie zwei Möglichkeiten. Entweder Sie zügeln den Bleifuß und fahren nach Paragraph 1 der StVO, der "ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht" fordert. Sie kommen vielleicht ab und an zu spät, doch sicher ans Ziel. Oder Sie kalkulieren das Bußgeld-Risiko ein und nehmen die Verkehrs- und Parkregelungen als lose Orientierung. Dann sind Sie kurzfristig oft schneller am Ziel. Langristig wird diese Wahl Sie jedoch teuer zu stehen kommen.

Gute Fahrt! Ausserdem empfehlen wir Ihnen weitere Infos zum Führerschein.

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